Wie man NICHT sein Haus saniert. Ein Ticker.

Erste Planungen, die große finanzielle Hilfe und das große Entrümpeln

Ich weiß noch genau, wie es war: Wir saßen im Frühsommer im Garten, als ein befreundetes Pärchen mit ihren vier Söhnen uns auf dem Heimweg vom Supermarkt spontan besuchte. Bei Eis am Stiel erzählten wir davon, dass wir schlechte Heizungen und Fenster haben und eine Dämmung quasi nicht vorhanden ist. Was wir nicht wussten war, dass der Familienpapa ein ausgebufftes Genie war, in seiner Freizeit Häuser und Energiedingsbumse plante und uns, völlig kostenlos, ein paar so gute Tipps gab, dass wir bereits am nächsten Tag einen Banktermin vereinbarten.

Wir hofften, nicht betteln zu müssen, um Geld zu bekommen. Mussten wir zum Glück auch nicht. Eine Baufinanzierung war zeitnah möglich. Puh. Nur Tage später hatten wir ein Erstberatungsgespräch mit einem Energieberater der Stadt mit dem wir eine KfW-Förderung anstrebten. Schnell waren sämtliche Zusagen erteilt und in einer Übersprungshandlung kauften wir erste Umzugskartons.

Plan war, schnellstmöglich einige Zimmer komplett zu leeren, um sie dann zu entkernen, wie Wohnzimmer, Büro, Gästezimmer, Haushaltsraum, Fotostudio und Treppenhaus. Beide Bäder waren erst kürzlich renoviert worden, ebenso wie die Küche. Die mussten verschont bleiben, irgendwie. Was sich schwierig gestalten sollte, denn die Küche und das Fotostudio ist ein Durchgangszimmer und in jedem Raum würden die Fenster und Heizung ausgetauscht. Zudem wollten wir unser Krimskrams so reduzieren, dass die obere Etage zu Teilen einer Freundin und ihrem Hund als Mietwohnung zur Verfügung steht.

Unter Teppichen und PVC: Sechzig Jahre alte Zeitungsseiten.

Der Dachboden wurde schnell entrümpelt. Und 1700 Bücher würden umziehen müssen. So wurde das Haushaltszimmer zweckentfremdet als Bücherlager und auch Lager für Möbel, Werkzeuge, Dingsbumse von überall sonst. Mein Büromobiliar flog schnell raus und wurde durch schöne neue, helle Möbel aus einem schwedischen Möbelhaus ersetzt. Den Wunsch musste ich mir einfach erfüllen.

Der erste Muskelkater war uns sicher. Doch ohne die vielen hilfebietenden Hände war das nicht möglich.

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