Ostern: Traditionen, Bräuche und Herkunft

Bald ist Ostern da. Wie jedes Jahr. Wie Weihnachten. Und immer viel zu früh.
Überall in den Supermärkten finden wir bereits seit Wochen Schoko-Osterhasen, bunt bemalte Ostereier und allerlei passende Dekoartikel. Doch zum Osterfest gehören weit mehr Bräuche, als die kommerziellen Annehmlichkeiten vermuten lassen.
Warum heißt Ostern Ostern, wenn doch alles mit dem nicht so grünen Gründonnerstag beginnt? Und warum gilt Ostern als das bedeutendste Fest der Christen, wenn es heidnische Einflüsse hat? Welche Bedeutung hat eigentlich ein Osterfeuer?

Zum Gedächtnis des Todes und der Auferstehung von Jesus Christus feiern die Christen das Osterfest. Dennoch könnte man annehmen, dass die Feiertage vom heidnischen Ostara-Fest abstammen. Ostara war auch der Name einer Göttin aus dem Altgermanischen – der Göttin der Fruchtbarkeit. Vergleicht man den Namen der Feiertage (beziehungsweise deren Herkunft im Mittelhoch- und Altdeutschen: osteren/ostarun) und den englischen Begriff „easter“ ist ebenso gut anzunehmen, die Bezeichnung und der Feiertag könnte von der angelsächsischen Frühlingsgöttin Eostre abgeleitet sein.
Ostereier und Osterhasen sind ebenso heidnischen Ursprungs, das Färben der Eier hingegen ist eine alte nordische, griechische, römische und persische Tradition. Die Vorstellung vom Weltei, eines Eis als eingekapselte Welt, lässt sich in vielen antiken Kulturen finden. Das Ei gedeiht nun mit Hilfe der wärmebringenden Sonne.
Es wird zudem von englischen Königen und ihrem Hofstaat berichtet, die noch im 16. Jahrhundert an Ostern mit Eiern und Äpfeln (beides heidnische Symbole für Leben und Tod) auf Knien zu Kreuze krochen.
Priester in Ägypten, Rom, Griechenland und Persien segneten gelb angemalte Eier und englische Gutsherren gaben ihren Gemeinden gelbe, grüne und rote.
Und noch eine Theorie erklärt die bunte Bemalung der Ostereier: Christen war es untersagt, in der Karwoche Eier zu essen. Damit jedoch kein Ei verschwendet wurde, wurden diese angemalt, anschließend geweiht und dann doch verspeist.
So stehen Hase und auch Ei nicht erst seit gestern für die Fruchtbarkeit und somit in Zusammenhang mit Frühling und dem Osterfest. Und auch das Osterlamm lässt sich bereits sehr früh in der christlichen Geschichte finden. Das Lamm steht für die Wehrlosigkeit und die Unschuld.

Traditionell werden an Karsamstag und Ostersonntag im ganzen Land die Osterfeuer angezündet. Ein wahrhaft beeindruckendes Schauspiel gibt es mancherorts: riesige brennende Osterräder werden von Hügeln ins Tal gerollt.
Feuer wird bereits seit Menschen gedenken als Heiligtum verehrt. Es steht als Symbol für die Sonne, die den Mittelpunkt unseres Lebens bildet. Ohne die Sonne wäre kein Leben möglich und so wurde das Feuer zum Sinnbild für das Leben.
Passend zum Osterfest, wo die Auferstehung Christi gefeiert wird.

 

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In diesem Sinne: Ich wünsche viele dicke Eier!

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