„Fritz“: Überraschend, lecker, frisch, gesund

Seit einer Woche nun schon haben wir einen neuen Mitbewohner: Fritz.
Er wächst und wächst. Wenn er lange steht, wird er trübe, er blubbert, er ernährt sich von Trockenobst, Zucker und gelegentlich einer halben Zitrone. Er ist spannend. Und er begleitet mich jetzt für mindestens sechs Monate.

2015-05-13 13.26.38Eigenartig, einzigartig: Fritz, wie ich ihn genannt habe, ist ein Wasserkefir. Ein Japankristall. Eine Japanische Meeresalge. Oder Tibi, Tibicos oder lebende Körnchen (graines vivantes). Ein Mitbringsel meiner Mutter, die ihn wiederum von ihrer Nachbarin bekommen hatte, die wiederum seit Monaten darauf schwört.

Der Wasserkefir gilt vor allem wegen seines hohen Vitaminanteils (Vitamins-komplex, Vitamin D, Vitamin C) als besonders gesund und nervenstärkend. Zudem soll er das allgemeine Wohlbefinden fördern.
Eigentlich ist der Wasserkefir, der nichts mit dem Milchkefir zu tun hat, eine Mischung von verschiedenen Hefekulturen und einigen Bakterienarten, wie Milchsäurebakterien. Diese siedeln sich im Darm an und beeinflussen die Darmtätigkeit positiv (besonders während und nach Antibiotikabehandlungen sehr hilfreich). Die Kristalle verhindern das Faulen von Stoffen im Darm. Dadurch sollen sie sogar lebensverlängernd wirken.
Die Kristalle werden außerdem für die Behandlung bei erhöhtem Blutdruck, Herz- und Nervenleiden, Haarausfall, allen inneren Erkrankungen und Hautkrankheiten verwendet. Zudem verhindern sie angeblich die Ausbreitung von Krebsgeschwülsten.

Obwohl die Forschung nach der Wirkung solcher Algen schon sehr lange betrieben wird, ist die tatsächliche Herkunft des Wasserkefirs nicht bekannt. Vermutet wird Mexiko, wo Kefir-Körnchen auf Opuntia-Kakteen gedeihen.
Mehr hierzu z.B. auf wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkefir


So wird der Wasserkefir richtig behandelt:

Wasserkefir: Mein Begleiter im Büro
Wasserkefir: Mein Begleiter im Büro

2-3 EL Rohrohrzucker in einem Liter chlorfreiem Wasser auflösen und eine unbehandelte halbe Zitrone dazugeben. Abschließend Trockenfrüchte, wie Aprikosen, Feigen und Rosinen (Achtung, keine Sultaninen!), und die Kefir-Kultur zugeben und einmal mit einem Holzlöffel durchrühren. Das Glas verschließen.
Abhängig von Standort, Wärme und Geschmacksintensität ist das Getränk nach 24 Stunden bis 48 Stunden fertig.
Die Zitrone und das Trockenobst wechsele ich einmal in der Woche.
Verwenden Sie nur Plastiksiebe und Plastiklöffel. Bei der Verwendung von Metallgeräten können die Wasserkefir-Kristalle Schaden erleiden, ihre Wirkung verlieren und auch eingehen.


Mein Tipp:
Ich benutze ein 1,2 Liter großes Weck-Einmachglas. Dessen Glasdeckel nur locker aufliegt.
Denn, erstens, kann durch den Gärungsprozess und die Kohlensäure kein Druck entstehen.
Zweitens, ist in den Deckel von Twist-off-Gläsern meist Metall enthalten.
Und, drittens, es sieht besser aus ;o)


Bei Interesse habe ich regelmäßig jede Menge von „Fritz“ abzugeben. Gerne verschicke ich ihn via Post.

Ich freue mich, wenn Ihr mir einen Kommentar hinterlasst!