Upcycling: Rosenkugeln

Seit über 1000 Jahren sind sie hierzulande mehr als nur Dekoration und schöne Accessoires für den Garten: Rosenkugeln sind altertümliche Glücks- und Heilbringer,  und können sogar als Insektenhöhle genutzt werden. Im antiken Rom galten sie bereits als Statussymbole.

Wo die Rose gerade nicht blüht, bilden sie den fehlenden Farbklecks. Zudem entstehen die schönsten Effekte, wenn sich je nach Lichteinfall Sonne und Wolken spiegeln.

Ein alter Volksglaube besagt, dass, wenn Geister sich darin spiegeln, sie aus Haus und Hof vertrieben werden.  Wer in Besitz einer dieser “Glückskugeln” ist, schätzte sich sogar schon im 13. Jahrhundert glücklich, denn die Kugeln sollten den bösen Blick zurückspiegeln, den Besitzer vor Bösem bewahren und ihm eine reiche Ernte bescheren.

Doch nicht nur Geister – auch Vögel werden vertrieben, deshalb werden die Glaskugeln im Süddeutschen auch “Falkenauge“ oder „Habichtskugeln“ genannt. Und auch im Feng Shui lenken sie negative Energien einfach um.

Mit Stroh oder Holzwolle gefüllt und locker auf einen Stock oder Stab gesteckt dienen sie auch hervorragend als Unterkunft für Insekten wie Ohrenkneifer. Diese sorgen zudem dafür, dass die Rosen von Schädlingen befreit werden. Allerdings sollten diese Unterkünfte unbedingt im Schatten aufgestellt werden, sonst gibt es nur noch gekochte Nicht-mehr-Nützlinge.

 

Unsere Rosenkugeln bestehen allesamt aus ausgedienten Solarleuchten. Nachdem die defekte Technik herausgenommen und die Gummidichtungen entfernt waren, blieben nur noch die schmucken Mosaik-Glaskugeln über.

 

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