Todestag eines Vorbilds: Ein Stückchen Marburger Geschichte

Heute vor 784 Jahren starb sie. Und bereits vier Jahre nach ihrem Tod wurde sie heilig gesprochen.

Schon eine Ahnung, von wem ich schreibe? Kleiner Tipp: Sie hat etwas mit Marburg, meiner Wahlheimat, zu tun.

Die Heilige Elisabeth wurde 1207 als ungarische Königstochter geboren, bei der Geburt aus politischen Gründen mit einem der thüringischen Landgrafensöhne verlobt – und kam bereits mit vier Jahren als offiziell Verlobte auf die Wartburg. Dort wuchs sie mit ihrem späteren Mann auf, den sie mit 14 heiratete.

Foto: www.kreativekaos.de
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Berühmt geworden ist sie vor allem durch das Rosenwunder: Als Elisabeth eines Tages in die Stadt geht, um den Armen Brot zu geben, obwohl gerade dies ihr unter Strafe verboten ist, trifft sie die Mutter ihres Mannes (in anderen Versionen ihren Mann selbst), die ihre Barmherzigkeit nicht gutheißt und ihr eine Falle stellen will. Auf die Frage, was sie in dem Korb (andere Versionen: unter der Schürze) habe, den sie bei sich trägt, antwortet Elisabeth, es seien Rosen im Korb. Ihre Schwiegermutter bittet sie, das Tuch zu heben, um die wunderbaren Rosen sehen zu können. Widerwillig hebt Elisabeth das Tuch und im Korb liegen Rosen statt des Brotes für die Armen. (Quelle: wikipedia)

Trotz der arrangierten Ehe soll zwischen dem Paar eine tiefe Verbundenheit vorhanden gewesen sein, was Elisabeth auch ermöglichte, auf vielfältige Weise den Armen und Kranken zu helfen. Sie gründete Hospitäler und half den Bedürftigen. Als sie 19 Jahre alt war und schwanger mit dem dritten Kind, kam ihr Ehemann durch eine Seuche in Italien ums Leben.

Zusammen mit ihrem Beichtvater Konrad von Marburg kam sie dann hierher.

Auf dem Gebiet der heutigen Elisabethkirche errichtete sie ein Hospital, in dem sie sich in den Dienst der Armen und Kranken stellte. Sie selber starb im Jahr 1231, mit nur 24 Jahren, an Krankheit und Erschöpfung.

Der Deutsche Ritterorden begann 1235 mit dem Bau einer Grabeskirche und der Errichtung eines religiösen Zentrums – geographisch in der Mitte Europas.

Marburg wurde, neben Rom und Santiago de Compostela einer der bekanntesten Pilgerorte Europas.

Foto: www.kreativekaos.deDie Elisabethkirche ist täglich geöffnet und ein Besuch, auch mit Besichtigung des Schreins, ist sehr lohnenswert. In der Weihnachtszeit gibt es um die Kirche einen kleinen, süßen Weihnachtsmarkt.

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