Wie man NICHT sein Haus saniert. Ein Ticker.

Neue Fenster und Türen!

Wir dachten, es wäre ein Fehler, die rustikalen, alten Holzfenster aus den 50ern durch Kunststofffenster zu ersetzen. Immerhin machten diese alten Fenster einen großen Teil des Charmes unseres Häuschen aus. Niemals, so dachten wir, würden Kunststofffenster das schaffen. Weit gefehlt. Ganz weit.

Wenn man es nicht weiß, sieht man den Unterschied nicht. Zumindest von außen. Ich habe die Farbe so gewählt, dass sie der früheren sehr ähnlich ist. Unterschied bietet die Farbe auf der Innenseite. Denn ist sie außen dunkel und in Holzoptik, ist sie nun innen weiß, hell und freundlich. Ich bin verliebt. Obwohl mein Mann kurz muckierte, dass das kernsanierte Wohnzimmer irgendwie nun wie eine Puppenstube aussieht. Doch inzwischen ist auch er dem neuen Charme verfallen.

Besonders toll finde ich jedoch, dass die Fenster nun nicht mehr regendurchlässig sind. Und dass sich die Haustür nicht mehr durch einen gezielten Tritt von außen öffnen lässt.

Zudem hatten wir Glück, dass die alten Holzjalousien komplett erhalten bleiben konnten, obwohl anfangs etwas anderes behauptet wurde. Hach, toll.

Bis jetzt nur Glück gehabt.

30. Juli
10 Uhr 08 – Huch. Plötzlich wieder Schlagbohrerlärm aus dem Keller. Unerwartet. Haus wackelt wieder.

08. August – Handwerker-Weisheit des Tages: Wundere dich niemals!
Denn auch mitten im Wohnzimmer an einer Innenwand, hinter 50 Jahre alten Rigips-Platten und vier Schichten Tapete, lässt sich ein 70 Jahre altes, vollkommen intaktes Fenster samt Jalousie finden.
Vielleicht ist das der Schatz, den meine Schwiegermutter uns damals versprochen hat?
Jedenfalls wundere ich mich nun nicht mehr, wie ich es über 13,5 Jahre lang tat, dass dort -und auch nur dort- die Wand irgendwie hohl klingt.
Alte Häuser, alte Wunder.

09. August
08 Uhr 38 – Krasser Scheiß. Momentan sind vielerlei Gewerke hier. Aaaah.
09 Uhr 46 – Sind alle schon wieder weg.

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